Mundart – Übersetzung gefällig?

Die einen pflegen und hegen ihn, die anderen versuchen alles, um ihn loszubekommen: den Dialekt. Alle Regionen haben ihre sprachlichen Besonderheiten – die einen mehr, die anderen weniger. Auffällige und bekannte Dialekte sind bayerisch, sächsisch oder kölsch. Man kann jedoch sagen, dass zumindest geschulte Ohren direkt hören, woher jemand kommt. Auch Regionen, von denen man sagt, dass dort „hochdeutsch“ gesprochen werde, haben ihre Eigenarten. Oft liegt dies auch nur an einer bestimmten Art der Betonung oder an einzelnen Wörtern, die in anderen Regionen weniger oder gar nicht bekannt sind.

Häufig fallen da Übersetzungen nicht leicht. Gerade wer aus einer ganz anderen Region stammt und einen Dialekt nur selten hört, hat fast immer große Schwierigkeiten das Gesagte zu verstehen. Es bedarf schon etwas Übung, Dialekte zu erlernen. Da viele Dialekte jedoch kaum noch gesprochen werden und immer mehr in Vergessenheit geraten, hat sich die eine oder andere Fangemeinde entwickelt. Auch viele Vereine haben sich dazu zusammengeschlossen, um den Dialekt zu pflegen. Beliebt sind Lexika wie etwa deutsch-bayerisch oder deutsch-kölsch. Es soll sogar extra Sprachkurse für willige Dialektinteressierte geben. Natürlich gibt es jede Menge Filme, Bücher und Lieder, die in Dialekt verfasst sind. Dialekte umfassen häufig eine spezielle Aussprache von Wörtern, eigene Begriffe und nicht selten sogar eine eigene Grammatik. Besonders prägnante Dialekte werden gerne imitiert. Oft reicht nur die Berücksichtigung weniger Eigenarten und es ist sofort erkennbar, um welche Stadt oder Region es sich handelt. Da reicht schon ein „dat“, „fei“ oder „gell“ im Satz und man kann schon eine erste regionale Eingrenzung machen.

Es ist wünschenswert, dass Dialekte auch in Zukunft nicht aus der deutschen Sprache verschwinden. Immerhin haben sie sich meist über viele Generationen entwickelt und sind ein deutsches Kulturgut.

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